Frühlingsfest 2011

Früh 5.00 Uhr war Josef Hirth am Backofen und sorgte für das notwendige Feuer. Am Abend zuvor hatte er schon etwas vorgewärmt. Schließlich sollte auch zum heutigen Fest das inzwischen zum Markenzeichen des Vereins gewordene Brot aus dem eigenen Steinofen nicht fehlen. Gegen 6.00 Uhr begannen Bäckermeister Werner Voigtländer und sein Beinahe-Geselle Wolfgang Calov ihren Dienst. Pünktlich 9.00 Uhr bauten die übrigen Männer und Frauen die Zelte auf. Aus den wenigen Blumen, die der Garten zur Zeit anzubieten hat, zauberten die Vereinsfrauen hübschen Schmuck für Tische und Zelte. Doch immer wieder ging der Blick zum Himmel. Es regnete und der Himmel bot ein einheitliches Grau. So manchem kam dabei trotz guter Erziehung das schlechte Wort mit „Sch…“ über die Lippen. Aber gegen Mittag klarte es auf und schon vor dem offiziellen Beginn um 14.00 Uhr kamen die ersten Besucher. Es lockte das frisch gebackene Brot. Die Nachfrage war groß und wer erst gegen Ende der Veranstaltung kam, war chancenlos. 6 Bleche Kuchen wurden gebacken, der während des Festes verzehrt wurde. Die rührigen Vereinsmitglieder sorgten für Kaffee. Aber auch Kuchen und Torten, von Frauen des Vereins gebacken, verstärkten das Angebot. So waren die Plätze von kaffeedurstigen Gästen schnell gefüllt. Wer es herzhafter mochte, konnte sich bei Dieter Schönfeld und Axel Hofmann am Grill bedienen lassen. Die passenden Getränke waren auch zu haben. Die Männer und Frauen am Verkauf und in der Küche hatten volles Programm. Auf den zugewiesenen Plätzen bauten Verkäufer des Flohmarktes ihre Stände auf und trugen so zu einem bunten Marktbild bei. Einige, die zugesagt hatten, waren nicht gekommen. Sie hatten dem Wetter wohl doch nicht so recht getraut. Bei Rolf Sperling konnten die Kinder Büchsen werfen und am Glücksrad drehen. Monika Langhof, die wie immer die Bastelecke betreute, hatte sich wieder einige Neuigkeiten einfallen lassen. Ein reger Besuch mal- und bastelfreudiger Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren dankte es ihr. Die von Vereinsvorsitzender Renate Schöley in der Heimatstube aufgehängte Sammlung an Fotos aus der Geschichte des Vereins, von Christa Blume fotografiert, fanden reges Interesse der Besucher. Rolf Langhof, der die Chronik des Vereins betreut, legte die immerhin schon fünf Mappen zur Einsicht aus. Selbst Mitglieder staunten, was sie mit ihrem Verein innerhalb der nun schon fast fünf Jahre seines Bestehens geschafft haben.

Pünktlich 15.00 Uhr begann Michael Kefalas mit seiner lustigen Modenschau, unterstützt von fünf mutigen Models aus dem Dorf. Annegret Müller, Doris Sperling, Loni Hentschel, Heidi Hellmich und Erika Meier hatten sich, wie zum Teil schon 2010, auch diesmal wieder zur Verfügung gestellt. In seiner humorigen Weise stellte der „Modezar der kleinen Leute“ chice, tragbare Mode für Frau Jedermann vor. Und unsere Model machten eine großartige Figur. Jedenfalls drängten sich doch viele Kauflustige um die reichlich vorhandenen Kleiderständer.

Für 18.00 Uhr war das offizielle Ende der Veranstaltung geplant. Die Gäste hatten den Platz verlassen. Obwohl der Körper nach Erholung lechzte, bündelten die Vereinsfreunde noch einmal alle Energie, um abzubauen und zu verstauen. Der Wetterbericht für den folgenden Sonntag kündigte ausgeprägte Gewitter an. Da hatte man lieber alles wieder unter Dach und Fach. Schließlich setzte man sich noch auf ein dreiviertel Stündchen im Vereinszimmer zusammen, um den inneren Pegel wieder auf Normalstand kommen zu lassen – eine inzwischen zur angenehmen Tradition gewordene Gewohnheit.

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